Ernährungsberatung

Die Ernährung unserer Tiere ist, wie bei uns Menschen, die wichtigste Grundlage für Gesundheit und eine gute Abwehr. Wenn ich mich nur von Fastfood ernähre werde ich zwar satt, aber meiner Gesundheit und meinem Körper im allgemeinen tue ich damit nichts Gutes.

Es werden viele Formen der Ernährung für Tiere angeboten, aber welche ist nun richtig? 

Durch die Erfahrungen in meiner Praxis und die von anderen (meist etwas von der Schulmedizin abgekommenen) Kollegen, bin ich zu einem BARF-Fan geworden.
BARF = Biologisch Artgerechtes Rohes Futter.  

In der Praxis hat es sich häufig gezeigt, dass schon das simple Umstellen der Fütterung auf BARF, zu einem Verschwinden einer oft seit Jahren bestehenden Erkrankung der Tiere führt. Sei es nun ein Hautausschlag, Hotspot-Neigung, Ohrenentzündungen oder chronisches Erbrechen und / oder Durchfälle. Toll! Und so einfach!

Denn Rohfüttern ist einfach. Zu Beginn, oder auch die ganze Zeit, bietet es sich an, so genanntes „Fertigbarf“ zu verwenden.

Hierbei ist die erforderliche Mischung von Fleisch, Knochen, Gemüse, Obst und Fett schon in 500g oder 1kg Tiefkühlpaketen vorgegeben. Diese braucht man nur aufzutauen und seinem Tier (….auch der Katze) zu verfüttern. In der Regel lieben die Tiere das Fressen und lassen auch keine Reste (Ausnahmen bestätigen natürlich auch hier die Regel). Dieses Fertigbarf ist für erwachsene Hund konzipiert, so dass bei Welpen und wachsenden Hunden auf eine entsprechende Futtermenge und den etwas höheren Calciumbedarf geachtet werden muss. Auch bei einem Senior müssen sie den Bedarf ihres Tieres beachten. Aber machen sie das bei Trocken- oder Dosenfutter nicht auch?

Sollte man Getreide füttern?

Da scheiden sich die Geister. Ich würde sagen: Getreide kann man, aber muss man nicht füttern, vorausgesetzt ihr Hund verträgt Getreide. Getreide an sich ist eigentlich kein natürliches Futter für Hunde und Katzen (außer vorverdaut aus einem Mäuse- oder Kaninchenmagen…) In Fällen von Allergieneigungen plädiere ich generell dazu, Getreide aus dem Futterplan zu streichen.

Ebenso bei Hunden , die zu Adipositas (Fettleibigkeit) neigen. In Dosen- und Trockenfuttern sind in der Regel große Getreidemengen (60-90%) enthalten.
Wer Lust hat kann natürlich auch die Futterration für seinen Liebling selbst zusammenstellen und entsprechend Frischfleisch, Knochen, Gemüse, Obst und Kräuter miteinander mischen. Hierbei sollten jedoch die Grundregeln beachtet werden, die sie z.B. in BARF Büchern nachlesen können. Wichtig ist, dass sie nicht danach gehen, was ihnen gefallen und schmecken würde (mageres, frisches Fleisch), sondern danach was ihr Hund oder ihre Katze fressen. Ansonsten ist auch das eigene Zusammenmischen der Futterration nicht schwierig und auch nicht, wie viele Kollegen von mir behaupten, schädlich! Als Antwort dazu fällt mir immer nur ein: „ Und? Wie war gestern die Calcium-/ Phosphorversorgung von dir und deinen Kindern?“ Also mal ehrlich, haben sie je über die Ernährung ihrer Kinder so viel nachgedacht, wie es von ihnen als Tierbesitzer teilweise gefordert wird?
Wie gesagt, wenn man die Grundregeln beachtet, ist ihr Tier optimal ernährt. Wenn sie ihr Tier von Trockenfutter auf BARF umstellen, werden sie außerdem feststellen, dass ihr Tier plötzlich kaum noch zum Trinknapf geht, oder generell bei der Umstellung von Industriefutter wird ihr Tier plötzlich nur noch viel seltener und viel kleinere Haufen machen…….komisch, da wird anscheinend doch besser verstoffwechselt und es ist nicht so viel „Müll“ (Haare, Krallen, Federn, Schuppen, Restgetreide etc.) darin, der hinten wieder raus kommt. Zumindest sollten sie mal darüber nachdenken.
Wenn sie sich ein wenig mehr dafür interessieren, empfehle ich ihnen die kleinen BARF Bücher der Autorin Swanie Simon für 5 € das Stück, die es (nur) bei Amazon oder meist bei mir in der Praxis zu kaufen gibt, da ich dort immer gleich eine Großbestellung aufgebe. Viel Spaß beim Lesen.

unser Tipp:  www.haustierkost.de